SOBON Studie im Vergleich
am 09.03.2026

München statt MIPIM!
Zur SoBoN gibt es viele Meinungen, aber im Vergleich dazu wenig Datenmaterial. Die TUM und RICS haben zusammen mit Crenet und den Immofrauen dem etwas abgeholfen.
Am Montagabend präsentierte Prof. Dr. Bing Zhu Ihr neuestes Paper – befreit von jeglicher politischer Diskussion(!). Basierend auf 20000 Datenpunkten bundesweit wurden unterschiedliche SoBoN (ähnliche) Ansätze und deren Wirkung auf den Markt ausgewertet. Nicht ganz unerwartet legt die Studie dar, dass es (etwas analog der Laffer-Kurve) einen Punkt gibt, ab dem die Erstellung von leistbaren Wohnungseinheiten bei einer steigenden Verpflichtung zur Schaffung dieser Einheiten sinkt.
Alles über einen Kamm geschoren ist dieser Kipppunkt bei ca. 30% (eine neue Bebauung muss 30% preisgebundene Nutzung aufweisen). In München ist das ja geschehen – die Studie würde darauf hinweisen, dass dies zumindest teilweise auf die Überschreitung dieses Kipppunktes zurückzuführen ist.
Sehr interessant auch die anschließende Diskussion mit Prof. Dietmar Wiegand (TU Wien), Thomas Hobohm (Landeshauptstadt München, Planungsreferat), Prof. Matthias Ottmann (Urban Progress GmbH) und Mathieu Wellner (TUM CSRE) – wie es denn andere machen (Wien – wo auch nicht alles glänzt) und wie es speziell in München weitergehen wird. Die „SoBoN 4.0“ ist schon in Arbeit und vielleicht kann die Studie und auch dieser Abend etwas dazu beitragen. Mit dem TUM Cluster Sustainable Real Estate (CSRE) setzt die TUM wieder einen Akzent zur Weiterentwicklung und Weiterbildung in unserer Branche – Danke für die Einladung!